AKTUELLE BRANCHENNEWS

Energieeffizienzpolitik im Gebäudebereich

In dem aktuellen „geea-Monitor Energieeffizienzpolitik“ informiert „Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea)“ über den Stand der politischen Themen und Vorgänge zur Energieeffizienzpolitik im Gebäudebereich.
In dem Text, der als PDF diesem Ticker beigefügt ist, finden Sie die Arbeit der VFF-Vertreter in der geea zusammengefasst. > HIER

Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2017

In einem Schreiben vom 29. Juni 2016 hat Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des HDH Hauptverband der Deutschen Holzindustrie e.V., über den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland informiert:
„Zum 1. Januar 2017 steigt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro. Dies entspricht einer Erhöhung von 4% für 24 Monate. Das gab die Mindestlohnkommission heute Mittag in Berlin bekannt.
Für die qualifizierten Tätigkeiten unserer Branche hat dies keine unmittelbaren Auswirkungen, gleichwohl kann es im individuellen Fall auch bei uns von Bedeutung sein. Zudem ist diese Erhöhung tarifpolitisch wichtig.
In der Mindestlohnkommission sind Arbeitgeber und Gewerkschaften paritätisch vertreten. Die Kommission hatte sich erst Anfang des Jahres auf eine Verfahrensweise verständigt, wie zukünftige Erhöhungen festgelegt werden sollen. Danach wird alle zwei Jahre der Mindestlohn im Vergleich zu einem vom Statistischen Bundesamt ermittelten Tarifindex überprüft. In diesen Index fließen rund 500 Tarifverträge ein. In den letzten ca. 1,5 Jahren stiegen die Löhne und Gehälter demnach um ca. durchschnittlich 3,2 Prozent. Daraus ergibt sich die nunmehr gefundene Erhöhung von 4 Prozent für 24 Monate.
Der gesetzliche Mindestlohn war von der großen Koalition zum Jahresbeginn 2015 eingeführt worden. Er gilt für rund vier Millionen Beschäftigte des Niedriglohnsektors. Das Gesetz sieht alle zwei Jahre eine Anpassung vor. Die nächste Anhebung steht zum 1. Januar 2019 an.“

Fördermittel für Energieeffizienzmaßnahmen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt die KfW Bankengruppe Energieeffizienzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen in Deutschland mit zinsgünstigen Darlehen. Gefördert werden alle Investitionsmaßnahmen in den Bereichen Haus-, Energie- und Anlagentechnik, Prozesskälte und -wärme, Mess-, Regel- und Steuerungstechnik sowie Sanierung und Neubau von Gebäuden. Zudem werden Aufwendungen für die Planungs- und Umsetzungsbegleitung sowie für Energiemanagementsysteme gefördert, die in Verbindung mit einer förderungswürdigen betrieblichen Energieeinsparinvestition stehen.
Für kleine Unternehmen besteht ein Programmfenster mit einem zusätzlich vergünstigten Zinssatz. Im Rahmen der Initiative „Energieeffizienz im Mittelstand“ werden zudem Energieeffizienzberatungen zu betrieblichen Energieeinsparmöglichkeiten gefördert.
Antragsberechtigt sind in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und deren Gruppenumsatz in der Regel bis zu zwei Milliarden Euro beträgt, Angehörige der Freien Berufe und Unternehmen, die im Rahmen einer Contracting-Vereinbarung (Energie-)Dienstleistungen für einen Dritten erbringen. Mit Zustimmung des BMWi ist eine Förderung von Unternehmen bis zu einer Umsatzgrenze von drei Milliarden Euro möglich.
Die Förderung wird als zinsgünstiges Darlehen gewährt. Die Höhe des Darlehens beträgt bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, in der Regel bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben. Die Kreditlaufzeit beträgt fünf Jahre mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr oder zehn Jahre bei höchstens zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Für Investitionsvorhaben, deren technische und ökonomische Lebensdauer mehr als zehn Jahre beträgt, kann eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren bei höchstens drei tilgungsfreien Anlaufjahren beantragt werden.
Weitere Informationen finden Sie HIER.

Offensive zur Steigerung der Energieeffizienz

Sigmar Gabriel startet Initiative „Deutschland macht´s effizient“
„Die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht verbraucht wird.“ Dieses Statement von Bundeswirtschaftsminister Gabriel steht im Zent-rum der am 12. Mai 2016 gestarteten Initiative „Deutschland macht´s effizient“. Sie verbindet die drei Kernelemente Förderung, Beratung und Information und bringt neue Förderprogramme auf den Weg.
„Eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz ist Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Denn der Ausbau der erneuerbaren Energien allein wird nicht reichen, um die mit dem Energiekonzept gesetzten Klimaschutzziele zu erfüllen“, so die Begründung der „Offensive“ in der Pressemitteilung des BMWi. Die Pressemitteilung mit weiterführenden Links finden Sie hier; direkt zur Startseite von „Deutschland macht´s effizient“ kommen Sie hier.

Einbruchschutz und Automationsvorsorge

VFF fordert Änderungen der Musterbauordnung
In zwei gleichlautenden Briefen an die Minister Dr. Barbara Hendricks (Bau) und Sigmar Gabriel (Wirtschaft) hat der VFF am 17. Mai 2016 zwei Änderungen der Musterbauordnung mit Festlegungen zum Einbruchschutz und zur Zukunftsfähigkeit der Automation gefordert.
Einmal geht es darum, für jeden Neubau an zugänglichen Fenster- und Türelementen einen Einbruchschutz nach RC2 festzulegen; zum anderen soll beim Neubau im Interesse der Automation vorsorglich in allen Maueröffnungen für Fenster und Haustüren Elektroanschlüsse oder Leerrohre eingebaut werden.
Das Schreiben wurde am 18. Mai als PDF an das Deutsches Institut für Bautechnik DIBt, an die obersten Landesbaubehörden und an Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Vorsitzender der Bauministerkonferenz, zur Kenntnis verschickt.

Initiative „Energieeffiziente Gebäude“

VFF und BF, Dena, BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“
Politische Stellungnahmen und Positionspapiere

Die Fraktionschefs der Regierungskoalition haben bei einer Klausur beschlossen, die Zuschüsse für Einbruchsicherung von Fenstern und Türen von 10 auf 50 Millionen Euro pro Jahr aufzustocken. VFF und BF haben diese Entscheidung ausdrücklich begrüßt.
Am 27. April 2016 hat der Finanzausschuss des Bundestages den geplanten Beschluss über den Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus verschoben. Mit dem von der Bundesregierung eingebrachten Gesetz sollte der Mietwohnungsbau besonders in Gebieten mit angespannter Wohnungslage gefördert werden. Dazu sollte eine Sonderabschreibungsmöglichkeit eingeführt werden. VFF-Präsident Bernhard Helbing hat darauf-hin seinen regionalen Bundestagsabgeordneten angesprochen, der auf erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der Gesetzesformulierung hinwies.
„Beim Neubau geht der Trend in die richtige Richtung. Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der geförderten energieeffizienten Neubauten auf 83.000 gestiegen und hat damit einen Höchststand erreicht. Anders sieht es bei der energetischen Gebäudesanierung aus: 2015 wurden erstmals weniger als 10.000 Wohnhäuser mit KfW-Mitteln zum Effizienzhaus saniert – ein Rückgang von 60 Prozent gegenüber 2009.“ So das Fazit der Deutschen Energie-Agentur dena zum KfW-Förderreports 2015.
Die BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“, an der VFF und BF mitarbeiten, hat zwei Positionspapiere zu den Plänen der Bundesre-gierung zur „Energieeffizienzstrategie Gebäude“ und zum „Klimaschutzplan 2050“ veröffentlicht. Die Positionspapiere finden Sie hier und hier.

Flüchtlingszustrom kurbelt Wohnungsbau an

Genehmigungen im Wohnungsbau steigen um 28 Prozent

2016 wurden in den ersten drei Monaten im Wohnungsbau 28 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Dies meldet die Heinze Marktforschung, nachdem jetzt die die kompletten Genehmigungszahlen vorliegen.
Dass der Flüchtlingszustrom die Hauptursache für dieses überdurchschnittliche Wachstum bildet, zeigt sich im Zu-wachs der Wohnheime, die im ersten Quartal allein um fast 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt haben. In diese Kategorie fallen viele der für Flüchtlinge gebauten Wohnungen.

Zusammenlegung von EnEG“ und EEWärmeG

BDI Positionspapier zur Zusammenlegung von EnEG“ und EEWärmeG
Grundsätzliche Zustimmung — aber!

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) hat Ende Mai 2016 ein Positionspapier zur Zusammenführung von Energieeinspargesetz (EnEG)/Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) verabschiedet.
Darin heißt es: „Die angestrebte Zusammenführung von EnEG/EnEV und EEWärmeG wird nachdrücklich unterstützt, die bestehende Chance darf nicht ungenutzt bleiben“. Dann folgt allerdings ein grosses „Aber“ mit eine Liste von Punkten, die bei der Zusammenführung berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen:
– Bei der angestrebten weiteren Anhebung von Anforderungen muss
ein leistbarer Zeitrahmen gegeben sein.
– Das bestehende Wirtschaftlichkeitsgebot muss erhalten bleiben.
– Die Definition des Niedrigstenergiegebäudes muss erstellt werden.
– Die Anpassung der Normung zur energetischen Bewertung von
Gebäuden muss sorgsam geprüft werden.
Den vollständigen Text des Positionspapiers können Sie hier (unten auf der Seite unter „Publikationen“) einsehen. Das Papier wurde im Rahmen der BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“ erarbeitet, in welcher der VFF aktiv mitarbeitet.

WILLKOMMEN BEI dtH!

Seit 1968 produziert dtH Fenster und Türsysteme aus Kunststoff-Profilen. Bis zu 800 Einheiten verlassen die Werke in Hille und Herzberg täglich. Im Mittelpunkt der dtH-Firmenphilosophie steht die Qualität. Dokumentiert wird diese einerseits durch das RAL-Gütezeichen, andererseits durch regelmäßige Prüfungen eines neutralen Instituts. Die Fertigung nach den Richtlinien des „ift“ sowie kontinuierliche interne Überwachungen unterstreichen unseren hohen Anspruch.