Interview mit Überlandflieger Jan Friedrichs

In diesem Jahr durfte unser Kollege Jan Friedrichs sich im Zuge der Überlandflieger Kampagne vorstellen. "Überlandflieger" ist eine Initiative des Kreises Minden-Lübbecke, um jungen Menschen die schönen Seiten der Region näher zu bringen.

Wo lebst du im Mühlenkreis und seit wann?

Ich wohne zurzeit in Petershagen/ Friedewalde. Im Mühlenkreis wohne ich jetzt mit einer kurzen Unterbrechung von 2 Jahren seit über 28 Jahren. Aufgewachsen bin ich in Stemmer.

Wie sieht deine berufliche Situation aus? Was ist deine Aufgabe und wie lange bist du bereits im Unternehmen?

Ich bin seit Mai 2020 bei dtH Tiemann als Produktmanager tätig. Der Bereich Produktmanagement wurde 2020 neu gegründet und wir sind ein 2-köpfiges Team in einem wachsenden Unternehmen.

Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann und dem praxisintegrierten Studium zum Wirtschaftsingenieur war ich noch ein Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb und bin mitten in der „ersten Welle“ der Covid 19 Pandemie bei dtH angefangen. Das war definitiv eine herausfordernde Zeit. Die Einarbeitung in der neuen Arbeitsumgebung hat aber trotzdem sehr gut geklappt und ich konnte sowohl in den Bereichen der Produktion als auch in der Verwaltung gut starten.

Was macht das Unternehmen dtH für dich aus?

Das Unternehmen dtH ist für mich vor allem die Menschlichkeit und der direkte Umgang miteinander. Im gesamten Unternehmen ist eine Duz-Kultur und eine nahbare Atmosphäre. Außerdem kann das Wachstum und die Zukunft des Unternehmens aktiv mitgestaltet werden und eigene Ideen sind immer und überall willkommen. Die kurzen Entscheidungswege tragen dann dazu bei, dass Projekte und Veränderungen schnell umgesetzt werden können. Das finde ich persönlich sehr gut!

Bist du nach deinem Schulabschluss für dein Studium/deine Ausbildung weiter weggezogen? Wenn ja, wohin?

Nach meinem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und bin dafür in Minden geblieben. Nach der Ausbildung habe ich für 3 Monate eine Sprachschule in Brighton (England) besucht und habe danach sowohl in Minden als auch in Diepholz gewohnt. Das Studium hatte den Praxisteil in Minden und den theoretischen Teil an der PHWT in Diepholz. Das letzte Jahr des Studiums habe ich dann komplett in Diepholz verbracht und bin nach Ende des Studiums wieder in die Heimat gezogen. Bei Diepholz kann man auch jeden Fall nicht von „weit“ sprechen. 😉

Warum bist du wieder zurück in die Heimat gekommen bzw. warum bist du immer hiergeblieben?

Ich bin ein Familienmensch und auch meine Freunde sind mir wichtig. Das war immer ein Grund für mich in der Heimat zu bleiben. Außerdem habe ich hier immer gute Perspektiven für mich gesehen, sowohl beruflich als auch privat. Ich mag das ländliche Umfeld und die ostwestfälische Art der Menschen. Mich hat auch nie das Fernweh ergriffen oder ich hatte das Gefühl unbedingt mal weg zu müssen. Ich reise sehr gerne durch die Welt und lerne neue Kulturen kennen, freue mich aber auch immer wieder nach Hause zu kommen.

Was gefällt dir am Mühlenkreis?

Ich finde die ländliche Lage in Verbindung mit der Weser, dem Kanal und dem Wiehengebirge sehr schön. Man hat viele Möglichkeiten mit Laufstrecken und Fahrradwegen, kann Kanu fahren aber auch abends in der Innenstadt mal ein Bierchen trinken gehen.

Wie gestaltest du deine Freizeit im Mühlenkreis?

Nach der Arbeit und am Wochenende gehe ich gerne eine Runde Laufen. Im Sommer fahre ich auch gerne mit dem Rad mal zur nächsten Eisdiele und am Kanal und der Weser entlang. Außerdem treffe ich mich gerne mit Freunden und meiner Familie, um gemütlich zusammen zu sitzen und Zeit miteinander zu verbringen. Zurzeit studiere ich nebenbei noch außerhalb des Mühlenkreises nebenberuflich, das nimmt auch einen ziemlich großen Teil neben der Arbeit ein.

Was bedeutet Heimat für dich?

Heimat bedeutet für mich nahe bei der Familie zu sein, sich zu Grüßen auch wenn man sich nicht kennt, die Laufschuhe zu schnüren und ins Grüne zu laufen ohne ein Auto zu sehen und mit Freunden im Garten zu sitzen und den Grill anzuschmeißen.

Welche 3 Dinge machen den Mühlenkreis einzigartig?

Die Menschen – ich persönlich mag die hier vorherrschende ostwestfälisch Art

Die Umgebung – Weser, Kanal und Wiehengebirge bilden eine schöne Abwechslung

Der Handball – ich habe selbst Handball gespielt und die Verrücktheit nach dem Sport ist hier wirklich einzigartig

Inwiefern haben dich deine Wurzeln zu dem Menschen gemacht, der du heute bist?

Meine Familie und mein Freundeskreis haben definitiv einen ganz großen Anteil daran gehabt, welcher Mensch ich heute bin. Und auch meine Heimat hat dazu beigetragen mich zu dem Menschen zu machen.

Was ist dein Lieblingszitat?

„Keine Termine und leicht einen sitzen.“ – Harald Juhnke

Link zur Herausgeber-Seite.

Teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn

Schreibe einen Kommentar